Mordsspaß mit Dialekt in vielen Klangfärbungen

Heddesheim: Krimi Festival Rhein Neckar mit Manfred Krämer

18.03.13

Über der Bücherei, die in diesem Jahr ihr 10. Jubiläum feiert, fanden sich am Freitagabend im Heddesheimer Bürgerhaus zahlreiche Gäste ein, um den Schriftsteller Manfred Krämer bei der Lesung aus zwei seiner Romane zu erleben. Buchhändler Manfred Zeiß begrüßte den bekannten Autor und freute sich darüber, dass Krämer anlässlich des Krimi-Festivals nach Heddesheim gekommen war.

Krämer, der sich selbst als "Lampertheimer Bub" vorstellte, bestreitet seinen Lebensunterhalt immer noch als Fernfahrer, schreibt jedoch mit großer Leidenschaft Kriminalromane, die sich nicht nur im Rhein Neckar Kreis großer Beliebtheit erfreuen. Sein Buch "Tod im Saukopftunnel", das bereits in der 7. Auflage bei Heine verlegt wurde, ist derzeit vergriffen. Auch die Bände "Spargelmord" und "Skorpionin" sind weit über die regionalen Grenzen bekannt.

Rund 50 Zuhörer lauschten gespannt und amüsiert, als Krämer aus "Kohlenmord" und "Mordsquilt" einige Schlüsselszenen vortrug. Zwischen Wiener, Mannheimer, Hamburger und Schwäbischem Dialekt wechselnd, aber auch mal Französisch oder Italienisch angehaucht, stellte Krämer die verschiedenen Charaktere seiner Romane vor und verstand es dabei geschickt, eine zugleich spannungsgeladene und humorvolle Atmosphäre zu schaffen.

Im Roman "Kohlenmord" klären die beiden Protagonisten "Solo" und Tarzan", die auf einem Hausboot eine private Sicherheitsfirma betreiben, finstere Machenschaften auf dem Rhein auf. Leidenschaftlich und sprachgewandt trug Manfred Krämer diverse Szenen aus dem Roman vor, beruhigte die Zuhörer jedoch damit, dass er das Buch "auf Hochdeutsch" verfasst habe. Natürlich verriet der Autor nicht, was sich in dem geheimnisvollen Koffer befindet, den ein Mannheimer Stadtstreicher im "Kohlenmord" unter der Kurpfalzbrücke aus dem Neckar fischt. Er stellte den Besuchern der Lesung jedoch die Helden seiner Romane vor, und man bemerkte deutlich, wie sehr ihm der Blume-Peter, Solo und Tarzan, aber auch Bernardine, die Besitzerin des Stoffstübchens, ans Herz gewachsen sind.

Der Kriminalroman "Mordsquilt", zu dem sich Krämer von dem Hobby seiner Frau inspirieren ließ, spielt hauptsächlich in einem Stoffstübchen, in dem sich diverse Damen treffen, um zu nähen. Dabei werden natürlich nicht nur Stoffe und Garne verarbeitet. Die Protagonistin Bernardine trifft zu Beginn des Romans auf ihren späteren Ehemann, Carlo Sambucco, den Krämer passenderweise die Arie "La donna è mobile" schmettern lässt. Nachdem sie erkennt, dass ihr einst so leidenschaftlicher Gatte sie jahrelang betrogen hat, sucht sie die Mannheimer "Tante-Anna-Bar" auf, mit der Absicht jemanden zu finden, der den untreuen Sänger unauffällig beseitigen soll. So erhielt das Publikum am Freitagabend ganz nebenbei eine Kurzanleitung zum Auffinden eines Auftragskillers.

Bild: Der regionale Krimiautor Manfred Krämer (l.) hat sich von seiner Frau zu dem Roman "Mordsquilt" inspirieren lassen. In Heddesheim las er Auszüge daraus vor.

Hier zum Originalbericht und Bild klicken:

 © Mannheimer Morgen, Montag, 18.03.2013

 



   

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