Krämer schickt Krimi-Helden in Katakomben

Neues Buch: Lampertheimer Autor beendet siebten Roman / Aufwendige Recherche in Kraftwerk und Hafen

11.02.12

Lampertheim. Gerade hat er die magischen letzten vier Buchstaben unter das Manuskript gesetzt: Ende. Damit ist der neue Roman des Lampertheimer Krimi-Autors Manfred Krämer fertig. "Kohlemord" lautet der Titel. Darin schickt er sein bekanntes Privatermittlerpärchen Solo und Tarzan auf die Spuren eines Killers im Binnenschiffer-Milieu.

GKM_Kraemer_500.jpg"Es ist doch etwas umfangreicher geworden als geplant", grinst Krämer im Gespräch mit dem "Südhessen Morgen". "Außerdem habe ich noch nie so aufwendig recherchiert wie für dieses Buch." Denn geplant hat er den Roman bereits 2005. Aber andere Pläne seines damaligen Verlags ließen das Projekt erst mal in der Schublade verschwinden. Nun beim Mannheimer Waldkirch-Verlag untergekommen, startete Krämer die "Altlasten-Bewältigung", wie er es scherzhaft nennt. Die Familie Waldkirch habe eine Affinität zur Schifffahrt und bereits ein Buch über den Mannheimer Hafen veröffentlicht. Da passt ein Krimi im Schifffahrts- und Hafenmilieu ganz gut ins Portfolio.

Also packte Krämer nach dem Verlagswechsel seine Recherche-Ergebnisse wieder aus. Denn bereits 2005 hatte er auch schon eine Tour mit einem Binnenschiff unternommen. Um sich mit dem Thema vertraut zu machen, heuerte der Lampertheimer tatsächlich auf einem Schiff an. Auf der "Esslingen", einem Kahn der Bremer Reederei Dettmer, begleitete er einen Kohletransport von Duisburg zum Kohlekraftwerk nach Mannheim.

Die Binnenschifffahrt sei für ihn ein völlig neues Thema gewesen, erzählt Krämer. Übrigens auch für sein literarisches Alter Ego Tarzan alias Lothar Zahn: "Der wohnt zwar auf 'nem Schiff am Lampertheimer Altrhein, hat aber eigentlich nicht die blasseste Ahnung von der Materie." Aber der Auftrag verlangt es, dass er als Undercover-Ermittler auf einem Kohletransport von Rotterdam bis Mannheim anheuert. Die Ermittlungen führen ihn mit seiner Freundin "Solo" Bertha Solomon bis ins Großkraftwerk nach Mannheim. Dessen unterirdische Katakomben werden zum schaurigen Schauplatz von Mord und Totschlag. Solo muss hier schmoren, bis schließlich Rettung naht.

Krämer hat sich tatsächlich in den tiefen Kellern des Großkraftwerks umgeschaut. Dort stehen die Überreste eines Bunkerkraftwerks. Mit einem 32-Megawatt-Kessel sollte tatsächlich die Stromversorgung der Mannheimer Industrie zu Weltkriegszeiten gesichert werden. Nach 1945 haben die Franzosen die Anlagen zwar demontiert, aber die Katakomben gibt es nach wie vor. Und sie geben eine prächtige Kulisse für düsteren Krimi-Stoff ab. Gleichwohl: Seiner Ehefrau gefalle der neue Roman gar nicht. Ohnehin die schärfste Kritikerin ihres Mannes finde sie das Buch viel zu technisch, berichtet der Autor. Ein richtiges Männer-Buch eben mit vielen technischen Details, die Krämer so liebt.

Schon 30 Bände vorbestellt

Eine große Stütze bei der Vorbereitung sei ihm auch Werner Reuters gewesen, der Havariekommissar am Lampertheimer Altrhein und Motor des Fährvereins Nibelungenland. Der habe übrigens in seinen Binnenschifferkreisen 30 Bände des Romans verkauft, obwohl er noch gar nicht gedruckt sei, freut sich der Autor über so viel Vorschusslorbeeren.

Allerdings dauert es nicht mehr allzu lange, bis die Vorbesteller den echten Roman in den Händen halten können. Derzeit lektoriert die Verlagschefin das Manuskript, prüft es auf Rechtschreib- und sonstige Fehler. Dann geht es mit einer Auflage von 5000 Exemplaren in Druck bei der renommierten GGP-Media-Druckerei. Die hat übrigens auch schon die Harry-Potter-Bände gedruckt. Und im März soll das Buch in den Läden erscheinen, begleitet von einer größeren Werbekampagne inklusive Krimi-Kreuzfahrt und Lesung direkt vor dem Tatort Großkraftwerk. Auch auf der "Frischling", dem Schiff des Lampertheimer Fährvereins, sind zwei Krimi-Kreuzfahrten geplant.

Bildunterschrift: In tiefen Kellern des Großkraftwerks: Manfred Krämer recherchierte für seinen neuen Krimi sowohl dort als auch auf einem Binnenschiff. Er begleitete einen Kohletransport von Duisburg bis nach Mannheim.

Manfred Krämer

  • 1956 in Lampertheim geboren, ist
    Manfred Krämer gelernter Bauzeichner,
    arbeitet aber mit Freude alsLKWFahrer.
  • Seine Leidenschaft fürs Schreiben
    entdeckte er früh. Über Kinderbücher
    und als Gastautor für Sportmagazine
    fand er den Weg zum Krimi.
  • Seine Bergstraßen-Krimi-Serie
    begründete er 2004 mit dem „Tod im
    Saukopftunnel“. Hier führte er auch
    erstmals das Privatermittler-Pärchen
    Solo und Tarzan ein, das auf einem
    Hausboot auf dem Lampertheimer
    Altrhein lebt.
  • „Kohlemord“ ist Krämers siebter
    Roman und der fünfte Auftrag für
    Solo und Tarzan.
  • Der Lampertheimer hat sich im
    vergangenen Jahr zum Fleißschreiber
    entwickelt: Im Februar 2011 erschien
    „Spargelmord“, im Juli 2011 veröffentlichte
    er „Die Skorpionin“.
  • „Kohlemord“ erscheint im kommenden
    März, ist 320 Seiten dick und
    kostet 11,80 Euro.

Südhessen Morgen
11. Februar 2012

"Kohlemord", Waldkirch Verlag
320 Seiten, 11,80 Euro.

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