Krimiautor Manfred H. Krämer mit - Spargelmord -

seinem neuestem Krimi jetzt beim Verlag Waldkirch

23.12.10

Interview: Schriftsteller Manfred H. Krämer hat neuen Verlag und veröffentlicht dort im Frühjahr seinen Lampertheim-Krimi "Spargelmord"

"Ich bin der glücklichste Autor"

 

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Zurheide

LAMPERTHEIM. Krimi-Autor Manfred H. Krämer ist vergeben. Der Verfasser der beliebten Bergstraßen-Krimis ist vom Mannheimer Waldkirch-Verlag mitsamt seinen zukünftigen Werken fest unter Vertrag genommen worden. Im Interview mit unserer Zeitung spricht er über sein Glück bei dem neuen Verlag, die realen Vorbilder für seine Figuren und sein Dasein als Lkw fahrender Schriftsteller.

Herr Krämer, Sie kommen gerade von einer verschneiten Lkw-Tour aus Limburg. Warum tun Sie sich das eigentlich noch an? Mit Ihren Büchern und Lesungen sind sie doch erfolgreich.

Manfred H. Krämer: Ja schon, aber die Schriftsteller-Tätigkeit wirft so wenig ab. Ich müsste schon jedes Jahr einen Bestseller schreiben, um meinen Ansprüchen gerecht zu werden. Übrigens haben viele deutsche Krimi-Schreiber auch noch einen anderen Job. Selbst richtig Erfolgreiche. Ich liebe aber auch meinen Beruf. Den würde ich auch gar nicht aufgeben wollen.

Aber sind Ihre vielen Termine als Autor denn zeitlich überhaupt mit ihren Lkw-Touren zu vereinbaren?

Krämer: Jein. Ich muss schon viel Jahresurlaub dafür opfern. Einmal im Jahr fahre ich mit meiner Frau eine Woche weg, aber der Rest geht für das Schreiben und die Lesungen drauf.

Nun sind Sie fest beim Verlag -Waldkirch unter Vertrag. Was bedeutet das für Sie?

Krämer: Das ist für mich wie Weihnachten und Neujahr an einem Tag. Nachdem Frau Waldkirch mir das mitgeteilt hatte, musste ich stark um Fassung ringen, damit ich ihr nicht gleich um den Hals falle. Wobei sie so ein herzliches Wesen hat, dass sie das wahrscheinlich gar nicht gestört hätte. Dass so ein Verlag meinen Büchern mit so viel Begeisterung begegnet, macht mich wirklich zum glücklichsten Autor.

Der Verlag ist ja gar nicht unbedingt für Krimis bekannt. Macht es Sie besonders stolz, dass er Sie trotzdem unter Vertrag genommen hat?

Krämer: Ja. Ich bin sogar der erste Krimiautor im Verlag und das heißt, dass wir jetzt vielleicht dort eine Tradition begründen. Vielleicht bleibe ich ja nicht der Einzige. Im ganzen Jahr war es wirklich das Beste, das mir passiert ist.

Als erstes Buch in dem neuen Verlag wird im Frühjahr „Spargelmord“, der vierte Teil Ihrer Bergstraßen-Krimis, erscheinen. Es ist Ihr erstes Buch, das komplett in Lampertheim spielt. Wie kam es dazu?

Krämer: Es war mir einfach ein Bedürfnis mal einen richtigen Lampertheimer Krimi zu schreiben. Ich wohne ja hier und werde leider auch andauernd angesprochen, ob ich nicht mal über dies oder das schreiben könnte.

Und in „Spargelmord“ schreiben Sie nun über den Streit um die alten Spargelhäuschen auf den Feldern. Wie sind Sie auf dieses Thema gekommen?

Krämer: Diese Diskussion gibt es ja in Lampertheim wirklich und ich mag die Spargelhäuschen einfach. Auch meine beiden Protagonisten Tarzan und Solo sind ja bei diesem Thema unterschiedlicher Meinung. Ich bin da eher bei Solo. Die mag die kleinen Häuschen und fände es schade, wenn sie verschwinden würden.

Wie konstruieren Sie denn eigentlich Ihre Figuren? Beruhen die auf echten Lampertheimer Vorbildern?

Krämer: Die haben alle einen realen Hintergrund. Das ganze Volk, das sich in meinen Büchern tummelt, läuft auch irgendwo herum. Man sagt mir ja auch nach, dass meine Figuren leben. Das liegt ganz einfach daran, dass sie wirklich leben.

Und auf wem beruhen Tarzan und Solo?

Krämer: Im Tarzan stecken fünfzig Prozent von mir. Zum Beispiel seine Sucht nach Harmonie. Solo ist ein Kunstprodukt aus drei verschiedenen Frauen, unter anderen meiner eigenen. Im Übrigen besetzte ich alle meine Figuren für mich auch mit Schauspielern. Beim Tarzan ist es Tatort-Kommissar Andreas Hoppe, bei Solo denke ich an Franka Potente.

Sie präsentieren Ihre Werke ja auch immer in vielen Lesungen. Was ist das Besondere daran?

Krämer: Meine Lesungen unterscheiden sich schon von denen anderer Autoren. Ich bin so eine Rampensau und suche mir auch immer Stellen mit viel Dialog aus. Da arbeite ich dann gerne mit Dialekten. Ich spreche ja sämtliche deutschen Dialekte und lebe die Dialoge regelrecht mit. Das ist dann Kino für den Kopf und das lieben die Zuhörer.

Mit dem neuen Verlag ist ja auf jeden Fall gewährleistet, dass noch das ein oder andere Buch von Ihnen erscheinen wird. Wie würden Sie denn generell den Stil Ihrer Bücher beschreiben und worauf kommt es Ihnen an?

Krämer: In erster Linie will ich unterhalten und mir kommt es weniger darauf an, Botschaften zu transportieren oder große Literatur zu machen. Meine Bücher sind ja ideale ICE-Literatur: Sie steigen in München in den Zug ein und in Hamburg aus und haben mein Buch durch. Wenn die Leute sagen, dass sie nicht aufhören konnten zu lesen, ist das für mich immer noch das größte Kompliment.

Südhessen Morgen
28. Dezember 2010

zum Autor Manfred H. Krämer



   

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