Werner Eisen ist weiter willkommen - Bericht Mannheimer Morgen

Hans Hary ernennt seinen Vorgänger bei dessen Geburtstagsfeier im Kulturhaus zum Ehrenvorsitzenden

28.05.08

Käfertal: Hans Hary ernennt seinen Vorgänger bei dessen Geburtstagsfeier im Kulturhaus zum Ehrenvorsitzenden

Werner Eisen ist weiter willkommen

Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

"Die werre mer jo net glei de Schlüssel wegnemme": Das war eine große Sorge von Werner Eisen, als er nun nach über 17 Jahren an der Spitze der Interessengemeinschaft Käfertaler Vereine nicht mehr kandidierte und die Geschäftsführung des Kulturhauses abgab. Doch sein Nachfolger Hans Hary beruhigte ihn mit einem sehr symbolträchtigen Geschenk: einem riesigen Schlüssel, den er ihm bei der Feier zum 80. Geburtstag überreichte.

"Damit kommst Du überall `rein in Käfertal, Du bist immer herzlich willkommen", versicherte Hary unter kräftigem Applaus der rund 250 Gäste, die gerne der Einladung von Werner Eisen gefolgt waren, mit ihm seinen 80. Geburtstag und den Abschied von der Spitze der Interessengemeinschaft zu feiern.
Zahlreiche Gratulanten

Der frühere Oberbürgermeister Gerhard Widder, der ehemalige Stadtdekan Horst Schroff, Kommunalpolitiker und Weggefährten aus Stadtverwaltung, Stenographenverein, "Löwenjägern" und vielen anderen Käfertaler Vereinen kamen gerne ins Kulturhaus, wo sie das Konzertorchester des Harmonika-Clubs "Rheingold" mit der Ouvertüre von "Dichter und Bauer" von Franz von Suppe begrüßte.

Während das Blumenhaus Wasser sowie die Landfrauen das Kulturhaus aufblühen ließen, tischten Doris und Walter Dörr ein üppiges Buffet auf - und die Käfertaler Vereine bedankten sich mit einem - von der neuen stellvertretenden Vorsitzenden Ute Mocker moderierten - Galaprogramm für all das, was Werner Eisen nun in knapp zwei Jahrzehnten für sie leistete.

Seine vielfältigen beruflichen und politischen Kontakte hätten für den Stadtteil "reichlich Früchte getragen", hob Hans Hary anerkennend hervor: "Das Kulturhaus ist die Vorzeigestätte von Käfertal in ganz Mannheim, es ist sehr gut ausgelastet, es steht sehr gut da, ist in einem sehr, sehr guten Zustand", lobte Hary. Das sei das Verdienst von Werner Eisen, bekräftigte Hary und ernannte Eisen - gemäß dem einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung vom März - aufgrund seiner großen Verdienste um die Interessengemeinschaft zum Ehrenvorsitzenden: "Da werden wir es als Nachfolger nicht leicht haben", fürchtete Hary. "Naja, isch bin jo noch dooo", rief Eisen dazwischen.

Und da war er wieder zu spüren - dieser besondere Humor, diese Originalität, die Eisen auszeichnet. Nicht ohne Grund habe ihr der Oberbürgermeister einen "kurzweiligen Abend" versprochen, sagte Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer. Zwar habe sie ihn vorher nicht gekannt, aber jetzt schnell gemerkt, dass Eisen "eine besondere Persönlichkeit" sei. Kollegen hätten ihn als "temperamentvoll und durchsetzungsfähig" erlebt, aber auch als "ungeduldige Persönlichkeit", die "im Einsatz für Andere kaum zu bremsen" sei, blickte Warminski-Leitheußer auf die 46 Dienstjahre von Werner Eisen bei der Stadt, davon 1982 bis 1991 als "tatkräftig-rühriger" Vorsitzender des Gesamtpersonalrats, zurück. Nach seiner Pensionierung habe er sich "enorm für den Stadtteil eingesetzt", zollte ihm die Bürgermeisterin hohe Anerkennung: "Ich bin begeistert von der Vielfalt Ihres Engagements, Ihrem unnachahmlichen Humor, aber auch von Ihrem Dialekt".
Ein eigenes Büchlein

Und dieser Dialekt ist jetzt erstmals dokumentiert: Die "Löwenjäger" dachten sich für ihr Gründungsmitglied Werner Eisen ein besonderes Geburtstagsgeschenk aus. Sie ließen - mit Unterstützung der Heinrich-Vetter-Stiftung - im Waldkirch-Verlag ein schmuckes Bändchen produzieren, das zahlreiche Ansprachen, Gedichte und Büttenreden des längst als "Goethe von Käfertal" geltenden Werner Eisen enthält. Walter Dörr, der Vorsitzende der "Löwenjäger", überreichte ihm das erste Exemplar - und natürlich musste Eisen zahlreiche Bücher, die an diesem Abend verkauft wurden, auch gleich signieren.

Musikalische Glückwünsche überbrachten neben dem "Rheingold"-Orchester die Chöre Eintracht-Sängerbund, Flora, Freundschaft und Frohsinn, sowie die - eigens wieder für den besonderen Anlass formierten - "Oldies vom Sängerbund". Fetzig wurde es beim Tanz der Gruppe "No Limit", in der Werner Eisens Enkelin mitwirkt, sowie beim Gardetanz von "Löwenjäger"-Mariechen Julia Dörr, ehe der "Löwenjäger"-Fanfarenzug für einen schwungvollen Ausklang sorgte, kurzzeitig verstärkt von Nikolaus Satter, dem Wirt vom Eichbaum-Bräukeller, der ein Ständchen per Jagdhorn überbrachte.

Das Buch [Katalog="278"]Der Goethe vun Keferdal[/Katalog] ist für 14,80 Euro im Buchhandel erhältlich.

Mannheimer Morgen
28. Mai 2008

   



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