Ungewöhnliche Buchvorstellung mit den Steegmüllers und Günther Baacke

De Knorzebachs FRITZEL un sei Leit - Mannheimer Morgen

18.01.08

Lustiges von der Familie Knorzebach


Eine Buchvorstellung in ungewohntem Format hielt jetzt das Zwerchfell der Besucher in der Epiphaniasgemeinde am Arbeiten. Dort brachten Regina und Hugo Steegmüller zusammen mit Günther Baacke nach einer Idee von Helmut Linde die Abenteuer der Familie Knorzebach auf die Bühne. Musikalisch aufgepeppt wurde die Lesung durch Mannemer Lieder.

Mundart müsse laut gelesen werden, "sie muss klingen", hatte schon zuvor Buchverleger Linde genau gewusst, warum Hans Glückstein, Gottfried Nadler und die anderen so gesellige Leute gewesen waren. Dazu gehört auch Franz Schmitt, den Linde noch aus seinem Künstlerkeller in der Innenstadt in Vorkriegstagen kennen- und schätzen gelernt hatte. Damals hatte Helmut Linde seinem Kumpel in die Hand versprochen, seine Mannheimer Verse ( "Des is halt Mannemerisch") erneut zu publizieren. "Und das war mir ja zum Glück zu Schmitts Lebzeiten noch gelungen", wie er berichtete. Jetzt erscheint der zweite Band mit Geschichten von Franz Schmitt im Waldkirch Verlag.

"De Knorzebachs FRITZEL un sei Leit" kommt ohne eine Hochdeutsche Übersetzungshilfe im Anhang aus. Alles dreht sich dort um die hemmungslos pfälzische Familie, die als typische Vertreter der Mannheimer Filsbachbewohner herhält und der, ob "beim Frühschoppe, Dämmerschoppe oder Spätschoppe", schlechthin der Stempel eines Unikats aufdrückt werden kann.

Als einer von ihnen hat sich auch Franz Schmitt empfunden. 1900 in Ludwigshafen geboren, und mit elf Tagen über den Rhein gewechselt, wollte der Mundartdichter ursprünglich Jesuitenpater werden, war dann über Umwege aber doch beim Mannheimer Tageblatt gelandet, wo er von 1933 bis 1938 seine Geschichten um die Knorzebachs mit viel Erfolg veröffentlichte.

In uriger Weise gab es das Beste der Verse und Geschichten aus dem Munde Günther Baackes, der hörbar mit "Pälzer" Zunge geboren wurde i und die "Muttersprooch" herzhaft über den Gaumen gurgelte, während Regina und Hugo Steegmüller gegen so vortrefflich passionierte Zungenschnalzer keine Chance hatten.

Das Publikum hatte seinen Spaß an dieser Bücherlesung, spätestens beim "Muschderbeispiel ohne Frooch", nämlich der "Pälzer Fußballsprooch", die diesmal ohne Herberger auskam. Das Buch über die Familie Knorzebach bietet 16 lehrreiche Stücke über die Mannheimer Mundart. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt, brachte es die Reihe damals immerhin auf 100 Hörfunksendungen, wie Linde berichtete.

"Mit der Herausgabe dieses Buches ist mir ein Herzenswunsch erfüllt worden. Ich bin mir sicher, auch Franzl würde sich freuen", lächelte er. Herausgeber und Verlag widmen das Buch der Grand Dame der Kurpfalz, der verstorbenen Elsbeth Janda. Denn die Mannheimer Mundart habe eine besondere Melodie, "und ist auch ein Stückchen Heimat, die ihrer besonderen Interpreten bedarf", meinte Helmut Linde.

Buchtitel:
[Katalog="189"]Des is halt Mannemerisch[/Katalog]
[Katalog="271"]De Knorzebachs Fritzel un sei Leit[/Katalog]
[Katalog="186"]Lebensspiegel[/Katalog]


   

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