Von Mannemer Schbannern und Rindsbeiteln

Lesung Günther Baacke aus dem Buch Mannemerisch vom Verlag Waldkirch

17.08.07

FEUDENHEIM: Amüsante Lektion in Mannheimer Mundart mit Günther Baacke in der Kulturreihe "Kunst und Kulinarisches"

Was ist ein "Loopiffer" oder eine "Dulle"? Eine amüsante Lektion in Mannheimer Mundart erteilte Schauspieler Günther Baacke den mehr als 40 Gästen bei "Kunst und Kulinarisches" im Gasthof zum Ochsen. In der Reihe "Kunst und Kulinarisches" stellen Helmut Linde und die Wirtsleute des Gasthofs zum Ochsen, Antje Trebst und Marc Kunkel, jeweils am ersten Wochenende von Juni bis September Künstler der Region vor. Dazu werden jahreszeitliche Spezialitäten auf der schönen Terrasse des alten Gasthauses serviert.

Helmut Linde stellte den Künstler Günther Baacke und das Buch, aus dem er las, vor. Günther Baacke, Jahrgang 1930, geboren und wohnhaft in Feudenheim, war bereits 1947/48 am Mannheimer Nationaltheater und weiterhin auf vielen Bühnen Deutschlands tätig. 2006 feierte der Schauspieler sein 60. Bühnenjubiläum. "Neben der verstorbenen Elsbeth Janda ist Günther Baacke einer der besten Mundartinterpreten hier in Mannheim", sagte Helmut Linde.

Das Buch, aus dem Baacke vorlas, "Des ist halt Mannemerisch", schrieb der Journalist Franz Schmitt, der zuletzt beim Mannheimer Morgen tätig war. Der Kenner des Mannheimer Dialekts wurde als Erster mit dem von MM-Herausgeber Rainer Freiherr von Schilling gestifteten "Bloomaulorden" ausgezeichnet. Ihm zu Ehren, und damit der Mannheimer Dialekt nicht in Vergessenheit gerät, hat Helmut Linde, der frühere Inhaber von Linde Buch & Kunst, nach einer Erstauflage 1982 jetzt zusammen mit dem Feudenheimer Waldkirch Verlag das Büchlein erneut herausgegeben.

"Mannemerisch", eine rheinfränkische Mundart, wird nicht gesprochen, sondern "gebabbelt". Darum lassen sich auch pathetische Sachverhalte mit "Mannemerisch" nur schlecht ausdrücken. Wer auf Mannemer Art geschwollen daherredet, erntet unfehlbar einen Heiterkeitserfolg", erklärte Günther Baacke. Im amüsanten Dialog mit den Gästen, die sich zum großen Teil noch erstaunlich gut im Mannheimer Dialekt auskannten, erläuterte er die Eigenheiten des Mannheimers, für den "Bloomaul" ("bloose" bedeutet so viel wie lügen) ein Ehrentitel ist. Dagegen wurde er von den Bewohnern des vorderen und hinteren Odenwaldes, für die Mannheim gleich nach Sodom und Gomorrha kam, als "Wuppdich" und "Mannemer Schlippche" bezeichnet.

Passend zum Ort der Veranstaltung erläuterte Baacke die Gastronomie-Gewohnheiten der Mannheimer, die die Geselligkeit lieben und gerne die "Gorchel schwenke". Für sie stehe Benimm an oberster Stelle. "Ich trink nit eher, wie bis des Fräulein gesoffe hot" habe ein Mannheimer Original einmal erklärt.

Zwischendurch erheiterte der Schauspieler die Gäste mit Pfälzer Reimen und Geschichten, zusammen mit seinem früheren Schüler, Norbert Wendel, der heute in Oldenburg auf der Bühne steht. Den Gästen hat`s gefallen. Sylvia Seidel und ihre Freundin sind begeistert über das abwechslungsreiche Programm von "Kunst und Kulinarisches", präsentiert in lauschiger Biergartenatmosphäre.

Mannheimer Morgen
17. August 2007


Buchtitel:
[Katalog="189"]Des is halt Mannemerisch[/Katalog]

   

Veranstaltungen

Sie sind herzlich zu unseren aktuellen Buchvorstellungen und Lesungen eingeladen.

Das eigene Buch

Bei uns erhalten Sie die Möglichkeit, Ihr eigenes Buch herauszubringen.
Wie? - Das erfahren Sie hier.

zur Buchhandlung Waldkirch in Feudenheim

Hier erhalten Sie alle Bücher des Verlags sowie das gesamte Buchhandelsprogramm

Zur Online-Buchhandlung

Über 450.000 Bücher online bei Waldkirch bestellen

Newsletter anfordern

Aktuelle Infos zu allen Veranstaltungen, zum Verlag und zur Buchhandlung

Yoga-Zentrum Mannheim

Hatha-Yoga Kurse, Business-Yoga, Betriebl. Gesundheitsvorsorge