Des is halt Mannemerisch von Franz Schmitt wieder aufgelegt

Helmut Linde und Verlegerin Barbara Waldkirch organisieren lesung mit Günther Baacke

20.05.05

Ein Buch, so wie halt gut gebabbelt wird

Es ist wieder zu haben - das lange vergriffene "Standardwerk" von Franz Schmitt: "Des is halt Mannemerisch". 1960 erstmals erschienen, hatte Buchhändler Helmut Linde es bereits 1984 und damit kurz vor dem Tod des bekannten Autors, Gerichtsreporters und Mannheimer Originals neu aufgelegt. Jetzt präsentiert er das beliebte Bändchen erneut in deutlich erweiterter, auch wesentlich schöner gestalteter Version mit einem Festeinband statt als Broschüre.

"Ich dachte einfach, das darf nicht verloren gehen", wollte Linde diesen Schatz des kurpfälzischen Idioms bewahren. Sein 75. Geburtstag war Anlass für ihn, sich des Büchleins anzunehmen. Schließlich zählte der Franzl Schmitt zu den Stammgästen, als Linde noch den "Künstlerkeller" der Büchergilde Gutenberg in der Kunststraße betrieb. "Da kam er, auf dem Rückweg vom Gericht, immer die Zigarre im Mund, und hat erzählt", erinnerte sich Linde gerne an die "herrlichen Runden": "Es war äfach schää."

In Verlegerin Barbara Waldkirch fand der längst in Feudenheim ansässige Buchhändler Linde eine gute Partnerin, das amüsante Büchlein wieder herauszugeben und auch so zu gestalten, dass es bestens als Geschenk geeignet ist - dank des neuen, über 500 Begriffe aufweisenden Stichwortregisters aber auch als kleines Nachschlagewerk. Barbara Eckert-Stahl hat neue, witzige Illustrationen gezeichnet, Bloomaul Norbert Stier ein Vorwort geschrieben. "Ich finde es wichtig, unsere Kultur zu erhalten", begründete die Verlegerin ihr Engagement für kurpfälzische Literatur: "Heimische Kultur ist doch in einer so vielen Einflüssen ausgesetzten Welt ein Identifikationspunkt, um sich zu Hause zu fühlen", meinte sie, "und wo kann man sich schon so gut zu Hause fühlen wie in der Hauptstadt der Metropolregion, eben Mannheim", bekräftigte sie.

Und dann war es an Schauspieler Günther Baacke, mit einer kurzen Lesung Lust auf die Lektüre des gesamten Buches zu machen: Dass Mannemer "anstandslos" sagen, aber nicht ohne Anstand meinen, jemand mit einer "goldische Gosch" süß finden, "Kinnerlin" mal eine "uffgeweckte Grott", aber auch "freche Bangert" sein können - so wird in den Quadraten eben "gebabbelt". "Nicht alles, was sich als Schimpfwort anhört, ist eines", klärte er auf. Seine Zuhörer fanden das "klor", doch trotz "sodele" musste er noch eine Zugabe geben, mehr freilich bringt er bei einer Lesung aus dem Buch am heutigen Freitag, Alla, dann!

Mannheimer Morgen
20. Mai 2005


Buchtitel:
[Katalog="189"]Des is halt Mannemerisch[/Katalog]

Autor:
[Autor="7"]Franz Schmitt[/Autor]
Erstes Mannemer Bloomaul

   

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