139 Jahre Mannheimer Akte - Jubiläumsfeier im Mannheimer Schloß

Der Bildband Hafen Manneim wurde druckfrisch den Ehrengästen überreicht

17.10.07

Bankett für eine Akte
Minister bei Schiffern zu Gast

Wenn sich die Schiffer zu ihrem Bankett treffen, dann spielt die Tradition eine große Rolle. Zur Tradition zählt auch der Ort der feierlichen Versammlung, der Rittersaal im Schloss. Denn dort wurde im Jahr 1868 die Mannheimer Akte unterzeichnet, ein Abkommen über die freie Schifffahrt auf dem Rhein. Weil der Rittersaal aber wegen des Schlossumbaus nicht nutzbar war, machte auch das Schifferbankett Pause. Heute Abend nun ist wieder geladen, zum ersten Mal seit dem Jahr 2000.

"Ein Vorläufer der heutigen EU" sei die Mannheimer Akte gewesen, das sagt der Initiator des Schifferbanketts, Helmut Kühnle. Der Ehrenvorsitzende des Schifffahrtsvereins hat wieder einmal getrommelt, dem folgen nun rund 200 Gäste aus den fünf Rheinuferstaaten. Denn das Bankett ist eine der Mannheimer Veranstaltungen, die zwar hinter verschlossener Tür stattfinden, zu denen aber stets hochrangige Besucher in die Stadt kommen. Prominentester Gast und Festredner ist in diesem Jahr Moritz Leuenberger, ehemaliger Bundespräsident der Schweiz und heute dort Verkehrsminister. Denn der Schifffahrtsverein will nicht nur die Tradition bewahren, er blickt auch in die Zukunft. Wie die in ihren Grundsätzen immer noch gültige Mannheimer Akte mit den Anforderungen der Europäischen Union harmoniert, das wird sicherlich ein viel diskutiertes Thema des Abends sein.

Nach dem Festakt mit Vortrag und Grußworten erfüllt der Abend schließlich seinen Namen: Es geht zum Bankett. Helmut Kühnle ist besonders froh, zu dem Treffen im Jahre des Stadtjubiläums endlich wieder einladen zu können - schließlich sagt er: "Ohne die Schifffahrt wäre Mannheim gar nichts."

Den Ehrengästen wurde der neue Bildband "Hafen Mannheim" vom Verlag Waldkirch zur Feier der Mannheimer Akte überreicht.


Buchtitel:
[news="33"]Hafen Mannheim - Bildband[/news]


Kein Papier dürfte seit der Verleihung der Stadtprivilegien vor 400 Jahren für Mannheim von so enormer Bedeutung gewesen sein wie die Revidierte Rheinschifffahrtsakte, die so genannte Mannheimer Akte, die vor 139 Jahren im Rittersaal des Schlosses unterzeichnet wurde. Kaum war die Tinte unter den sechs Siegeln dieses internationalen Abkommens trocken, boomte das Hafen-Gewerbe, kam die Schifferei auf dem Rhein und später auch auf den Nebenflüssen richtig in Fahrt, blühte der Handel auf.

Mit der Mannheimer Akte wurden schließlich sämtliche fiskalischen Beschränkungen der freien Rheinschifffahrt abgeschafft und die Länder gegenseitig zum Unterhalt der Wasserstraße verpflichtet. Das internationale Abkommen, das die damals noch souveränen deutschen Rheinanlieger-Staaten Preußen, Bayern, Baden und Hessen mit Frankreich und den Niederlanden schlossen, hat seine historischen Wurzeln im Rheinschifffahrts-Octroi Napoleons (1808), an den später der Wiener Kongress (1815) und die Gründung des Deutschen Zollvereins (1834) anknüpften.

Die Mannheimer Akte gilt als bedeutendstes historisches Vorbild der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und heutigen Europäischen Union.

Mannheimer Morgen
Oktober 2007

   

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